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Projektausschreibung

 

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Interessenabfrage

zum Programm

Qualifizierung des Handwerks – Chancen der älter werdenden Gesellschaft erkennen

und fördern

Eine gemeinsame Initiative des Zentralverbands des Deutschen Handwerks und

des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

 

Ausgangslage

Das Handwerk spielt beim altersgerechten Umbau von Wohnungen und bei der Gestaltung

des Wohnumfelds eine Schlüsselrolle. Engagierte Handwerkerinnen und Handwerker,

Handwerkskammern und andere Handwerksorganisationen haben in einigen

Regionen bereits beachtenswerte Aktivitäten zur Qualifizierung und zur Sensibilisierung

von Handwerkern für die Chancen, die sich aus der älter werdenden Bevölkerung ergeben,

entwickelt. Diese „Leuchttürme“ strahlen jedoch noch nicht in die Fläche aus.

Ziel des Programms

Die bisherigen Erkenntnisse und Errungenschaften zur Qualifizierung von Handwerkerinnen

und Handwerker im Bereich altersgerechtes und barrierefreies Bauen und Wohnen

sollen schrittweise fortentwickelt und auf eine breitere Basis gestellt werden. Dabei

geht es nicht nur um die Gestaltung einer lebenswerten Wohnumwelt für Alt und Jung. -

Es sollen auch die beträchtlichen wirtschaftlichen Potenziale der Generation 60plus als

Chance für das Handwerk in den Vordergrund gerückt und dadurch möglicherweise

auch ein Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels geleistet werden. Vor diesem

Hintergrund zielt das Projekt darauf, dass in allen deutschen Handwerkskammern nach

und nach Qualifizierungsangebote für Handwerkerinnen und Handwerker zur altersgerechten

Gestaltung von Wohnungen und des Wohnumfeldes sowie zur entsprechenden

Beratung (Wohnberatung) aufgebaut werden. Dabei sollen bereits vorhandene Erkenntnisse

und Angebote genutzt und eingebunden werden.

Interessenbekundungen erbeten

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks führt in Abstimmung mit dem Bundesministerium

für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Interessenabfrage bei seinen

Mitgliedsorganisationen durch, um

bereits vorhandene Standards der Qualifizierung sowie

den Wunsch und den konkreten Bedarf nach weiteren Maßnahmen der Qualifizierung

und Fortbildung

im Bereich des altersgerechten Bauens und Wohnens zu erkunden. Die Interessenabfrage

dient als Basis für die weitere Ausgestaltung und Schwerpunktsetzung des Bundesprogramms

"Qualifizierung Handwerk".

Inhaltliche Bestandteile von Qualifizierung sollen insbesondere sein:

Demografischer Wandel: Chancen, die sich aus der älter werdenden Bevölkerung

für das Handwerk ergeben (Zahl älterer Menschen und Zahl der Haushalte steigt; ältere

Menschen sind oft "gute Kunden")

Wünsche im Alter ändern sich: Bedürfnisse älterer Menschen nach sicherem, alltagstauglichem

und komfortablem Wohnen kennen und erkennen

Wohnen für alle Generationen gestalten: Bedürfnisse älterer Menschen und junger

Familien mit Kindern sind oft gleich

Barrierefreiheit: Wohnen ohne oder mit reduzierten Barrieren (Wohnung und Wohnumfeld)

nach Maßgabe der DIN-Vorschriften

Bedarfsgerechte Ausstattung: von altersgerechtem Mobiliar bis zum technikbasierten

Wohnen

Konkrete Maßnahmen und Projekte zur Qualifizierung

können unter anderem sein:

die Bildung von "Kompetenz-/ Qualifikationszentren" für das Handwerk

die Qualifizierung von Multiplikatoren, die Handwerksbetriebe zu deren Qualifikation

aufsuchen, beraten und fortbilden

die Qualifizierung von Handwerkern, die sich zum Zwecke der Wohnberatung besonders

schulen lassen möchten

der Zusammenschluss von bereits tätigen Organisationen zur Qualifikation und Beratung

(Handwerk, Berufsbildung, Kommunen, Krankenkassen etc.)

Vorauswahl der Projekte und weiteres Verfahren

Interessierte Stellen und Organisationen geben auf die Interessenabfrage bitte eine

kurze Projektskizze mit den jeweiligen Zielen und Inhalten ihres Vorhabens ab. Auf dieser

Grundlage wird bereits eine erste Vorauswahl der eingereichten Ideen nach den

folgenden Kriterien vorgenommen:

Innovationsgehalt

Kooperation und Synergien

Vorbildwirkung und Übertragbarkeit

Auf dieser Basis wiederum erfolgen die weiteren Abstimmungen zum Zuschnitt der Projekte

und zur späteren Auswahl für eine Förderung durch das Bundesministerium für

Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Beiträge werden erbeten an:

Zentralverband des Deutschen Handwerks

Ansprechpartner: Rolf Papenfuß

papenfuss@zdh.de

Frist: 20. Dezember 2010

Verantwortlich im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:

Thomas Wauters

Thomas.wauters@bmfsfj.bund.de




Das Handwerk

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