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Europäisches Jahr 2012 Alter und Solidarität
Gefördert durch das Bundesministerium
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend


Interessenabfrage
zum Programm
Qualifizierung des Handwerks – Chancen der älter werdenden Gesellschaft erkennen
und fördern
Eine gemeinsame Initiative des Zentralverbands des Deutschen Handwerks und
des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Ausgangslage
Das Handwerk spielt beim altersgerechten Umbau von Wohnungen und bei der Gestaltung
des Wohnumfelds eine Schlüsselrolle. Engagierte Handwerkerinnen und Handwerker,
Handwerkskammern und andere Handwerksorganisationen haben in einigen
Regionen bereits beachtenswerte Aktivitäten zur Qualifizierung und zur Sensibilisierung
von Handwerkern für die Chancen, die sich aus der älter werdenden Bevölkerung ergeben,
entwickelt. Diese „Leuchttürme“ strahlen jedoch noch
nicht in die Fläche aus.
Ziel des Programms
Die bisherigen Erkenntnisse und Errungenschaften zur Qualifizierung von Handwerkerinnen
und Handwerker im Bereich altersgerechtes und barrierefreies Bauen und Wohnen
sollen schrittweise fortentwickelt und auf eine breitere Basis gestellt werden. Dabei
geht es nicht nur um die Gestaltung einer lebenswerten Wohnumwelt für Alt und Jung. -
Es sollen auch die beträchtlichen wirtschaftlichen Potenziale der Generation 60plus als
Chance für das Handwerk in den Vordergrund gerückt und dadurch möglicherweise
auch ein Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels geleistet werden. Vor diesem
Hintergrund zielt das Projekt darauf, dass in allen deutschen Handwerkskammern nach
und nach Qualifizierungsangebote für Handwerkerinnen und Handwerker zur altersgerechten
Gestaltung von Wohnungen und des Wohnumfeldes sowie zur entsprechenden
Beratung (Wohnberatung) aufgebaut werden. Dabei sollen bereits vorhandene Erkenntnisse
und Angebote genutzt und eingebunden werden.
Interessenbekundungen erbeten
Der Zentralverband des Deutschen Handwerks führt in Abstimmung mit dem Bundesministerium
für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine
Interessenabfrage bei seinenMitgliedsorganisationen durch, um
bereits vorhandene Standards der Qualifizierung sowie den Wunsch und den konkreten Bedarf nach weiteren Maßnahmen der Qualifizierungund Fortbildung
im Bereich des altersgerechten Bauens und Wohnens zu erkunden. Die Interessenabfrage
dient als Basis für die weitere Ausgestaltung und Schwerpunktsetzung des Bundesprogramms
"Qualifizierung Handwerk".
Inhaltliche Bestandteile von Qualifizierung sollen insbesondere sein:
Demografischer Wandel: Chancen, die sich aus der älter werdenden Bevölkerungfür das Handwerk ergeben (Zahl älterer Menschen und Zahl der Haushalte steigt; ältere
Menschen sind oft "gute Kunden")
Wünsche im Alter ändern sich: Bedürfnisse älterer Menschen nach sicherem, alltagstauglichemund komfortablem Wohnen kennen und erkennen
Wohnen für alle Generationen gestalten: Bedürfnisse älterer Menschen und jungerFamilien mit Kindern sind oft gleich
Barrierefreiheit: Wohnen ohne oder mit reduzierten Barrieren (Wohnung und Wohnumfeld)nach Maßgabe der DIN-Vorschriften
Bedarfsgerechte Ausstattung: von altersgerechtem Mobiliar bis zum technikbasiertenWohnen
Konkrete Maßnahmen und Projekte zur Qualifizierung
können unter anderem sein:
die Bildung von "Kompetenz-/ Qualifikationszentren" für das Handwerk die Qualifizierung von Multiplikatoren, die Handwerksbetriebe zu deren Qualifikationaufsuchen, beraten und fortbilden
die Qualifizierung von Handwerkern, die sich zum Zwecke der Wohnberatung besondersschulen lassen möchten
der Zusammenschluss von bereits tätigen Organisationen zur Qualifikation und Beratung(Handwerk, Berufsbildung, Kommunen, Krankenkassen etc.)
Vorauswahl der Projekte und weiteres Verfahren
Interessierte Stellen und Organisationen geben auf die Interessenabfrage bitte eine
kurze Projektskizze mit den jeweiligen Zielen und Inhalten ihres Vorhabens ab. Auf dieser
Grundlage wird bereits eine erste Vorauswahl der eingereichten Ideen nach den
folgenden
Kriterien vorgenommen: Innovationsgehalt Kooperation und Synergien Vorbildwirkung und ÜbertragbarkeitAuf dieser Basis wiederum erfolgen die weiteren Abstimmungen zum Zuschnitt der Projekte
und zur späteren Auswahl für eine Förderung durch das Bundesministerium für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Beiträge werden erbeten an:
Zentralverband des Deutschen Handwerks
Ansprechpartner: Rolf Papenfuß
papenfuss@zdh.de
Frist: 20. Dezember 2010
Verantwortlich im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:
Thomas Wauters
Thomas.wauters@bmfsfj.bund.de
